Zum Hauptinhalt springen

Datenschutz

Was wo liegt​

DatenLiegen auf
Studio, Standorte, Geräteallen verbundenen Geräten
Kurse und Preiseallen verbundenen Geräten
Buchungen eines Schülersseinem Gerät und den Studio-Geräten
Kartenkonto eines Schülersseinem Gerät und den Studio-Geräten

Es gibt keine Stelle, an der alles zusammenläuft. Kein Anbieter, kein Auswertungsdienst, keine Statistik, die irgendwohin fließt.

Was Schüler voneinander sehen​

Nichts. Ein Schülergerät bekommt fremde Buchungen und fremde Karten nicht — es erhält ihre Adressen gar nicht erst. Bei den freien Plätzen steht eine Zahl, keine Namensliste.

Das war einmal anders. Bis zum 29. Juli 2026 sah der Entwurf eine gemeinsame Buchungsliste je Standort vor, die jeder Schüler vollständig repliziert hätte — mitsamt allen anderen Buchungen. Das wurde geändert, bevor jemand die App benutzt hat.

Was die Studio-Geräte sehen​

Alles über ihre Schüler: Buchungen, Käufe, jeden einzelnen Besuch mit Datum und Standort. Das ist notwendig — ohne dieses Wissen lässt sich weder einchecken noch abrechnen — aber es ist auch mehr, als eine Papierliste je enthalten hat.

Über die Geräte selbst entsteht nebenbei eine Art Beschäftigungsverlauf: Wann ein Gerät freigegeben und wann es widerrufen wurde, steht in der Registry und ist für alle lesbar.

Datensparsamkeit, praktisch​

  • Kein Klarname nötig. Ein Alias reicht.
  • Keine E-Mail-Adresse nötig. Beim Anlegen des Passkeys frei wählbar.
  • Geräte nach dem Gerät benennen, nicht nach der Person: „iPad Empfang" statt „Marias iPad".
  • Keine Lehrerinnennamen in Kurstiteln — Kurstitel gehen an alle.
  • Gesundheitsbezogene Kurse (Rückbildung, Reha, Prävention) sagen etwas über den Gesundheitszustand aus. Behandelt diese Listen entsprechend.

Was beim Verbinden über die Ferne passiert​

Ein per Messenger geteilter Verbindungscode enthält die Netzwerkadressen eures Geräts. Im Studio nutzt den QR-Code — er verlässt den Raum nicht.

„Woher weiß ich, dass ihr wirklich nichts speichert?"​

Die berechtigte Frage. „Kein Server" ist eine Behauptung, und Behauptungen über Datenschutz sind billig. Hier steht, was ihr selbst nachprüfen könnt — und ebenso deutlich, wo das Nachprüfen aufhört.

Wo läuft diese App überhaupt?​

Nirgends, jedenfalls nicht bei uns. Was ihr benutzt, ist ein Bündel aus HTML, JavaScript und Bildern, das im IPFS-Netz liegt. yogasuci.le-space.de ist kein Rechner von uns, sondern ein Verweis auf ein öffentliches Gateway, das diese Dateien ausliefert.

Ein Gateway ist eine Art Kopiergerät: Es reicht die Dateien durch, mehr nicht. Es sieht nicht, was ihr in der App tut, weil die App danach direkt zwischen euren Geräten arbeitet. Eure Buchungen laufen nie über das Gateway, und wir könnten sie dort auch nicht abholen.

Wie prüfe ich das ohne Fachwissen?​

Drei Dinge, die keine Technikkenntnisse verlangen.

Erstens: schaltet das Netz ab. Öffnet die App, wartet bis sie geladen ist, und schaltet dann Flugmodus ein. Sie läuft weiter — Kurse, Buchungen, Karten. Eine App, die ihre Daten bei einem Anbieter hätte, wäre an dieser Stelle leer.

Zweitens: holt dieselbe App woanders her. Jede Auslieferung bekommt eine CID — eine Prüfsumme des gesamten Inhalts. Über dieselbe CID kommt dieselbe App, ganz ohne unsere Domain:

  • über das Aleph-Gateway — dort liegt die App gepinnt, und dieses Gateway liefert Byte für Byte dasselbe aus wie yogasuci.le-space.de
  • über dweb.link — betrieben von Protocol Labs, also von jemandem, der uns nicht kennt

Erscheint die App auf einem fremden Gateway, kann sie nicht von einem Rechner von uns abhängen.

Ein Detail, das mehr über Gateways verrät als jede Erklärung: dweb.link läuft hinter Cloudflare, und Cloudflare hängt in die ausgelieferte Seite ein unsichtbares Element (cdn-cgi/content), das im Original nicht steht. Die App funktioniert unverändert — aber der Unterschied zeigt, was ein Gateway ist: ein Mittelsmann, der den Inhalt anfassen kann. Deshalb ist der nächste Abschnitt keine Spielerei.

Drittens: fragt die Domain, worauf sie zeigt.

dig +short TXT _dnslink.yogasuci.le-space.de

Die Antwort nennt genau die CID, die gerade ausgeliefert wird. Ändern wir die App, ändert sich die CID; eine andere CID ist ein anderer Inhalt. Das ist keine Vertrauensfrage, sondern Rechnen.

Welche Fassung ist gerade ausgeliefert?​

Stand 24. August 2026:

WasWert
CIDbafybeicvgquga6sy273jm76fnmrs3oqjpmqdyifeuk7ilpjxadt3sv6bji
Commit6fcf1801
AuslieferungLauf 32747804930

Diese Tabelle veraltet mit der nächsten Auslieferung — die DNS-Abfrage oben nennt immer die aktuelle. Jeder Auslieferungslauf trägt seit dem 24. August 2026 oben eine Zusammenfassung mit Commit, CID und Gateway-Links, damit die Kette vom Quelltext bis zu dem, was euer Browser lädt, Schritt für Schritt begehbar ist.

Beweist das, dass ihr keine Daten sammelt?​

Nein. Diese Grenze soll hier stehen, weil sie sonst jemand für euch überschreitet.

Bewiesen ist: Die App kommt aus dem IPFS-Netz, wir betreiben keinen Server, der sie ausliefert, und der ausgelieferte Inhalt steht als Prüfsumme fest. Nicht bewiesen ist, dass dieser Inhalt nicht heimlich etwas sendet. Eine Prüfsumme sagt, dass etwas unverändert ist, nicht was es tut.

Dafür gibt es zwei andere Wege. Der Quelltext ist vollständig offen — wer programmieren kann, liest nach. Und wer das nicht kann, öffnet im Browser die Entwicklerwerkzeuge (F12), Reiter „Netzwerk", und sieht jede Verbindung, die die App aufbaut. Nach dem Laden sollte dort außer den Verbindungen zu euren eigenen Geräten nichts stehen.

Ehrlicherweise fehlt ein Stück: Aus dem Quelltext ergibt sich nicht zwangsläufig byte-genau die ausgelieferte CID, weil unser Bauvorgang nicht darauf ausgelegt ist, reproduzierbar zu sein. Nachvollziehbar ist die Kette über das öffentliche Bauprotokoll — welcher Commit welche CID ergeben hat —, nicht durch eigenes Nachbauen. Das zu ändern wäre eine Verbesserung und ist aufgeschrieben.

Was bringt mir IPFS Companion?​

IPFS Companion ist eine Browser-Erweiterung, die mit einem eigenen IPFS-Knoten auf eurem Rechner zusammenarbeitet. Ist beides installiert, holt der Browser die App am Gateway vorbei direkt aus dem Netz.

Damit fällt der letzte Vermittler weg, und zwar in beide Richtungen. Nicht einmal das öffentliche Gateway sieht dann noch, dass jemand diese App geladen hat — und, wichtiger: Euer eigener Knoten rechnet die Prüfsumme selbst nach. Er nimmt die Dateien nur an, wenn sie die angeforderte CID ergeben.

Das ist der Unterschied zum Absatz weiter oben. Ein Gateway kann etwas hinzufügen, wie Cloudflare es tut. Einem lokalen Knoten kann man das nicht unterschieben: Ein verändertes Byte ist eine andere CID, und die weist er zurück. Für den Alltag braucht es das nicht — für die Frage „läuft das wirklich ohne Server, und kriege ich wirklich das, was veröffentlicht wurde?" ist es die einzige Antwort, die niemandes Wohlwollen voraussetzt.

Eine ausführlichere Einführung zu diesem Ansatz steht in der FAQ zu Local-First.

Die ausführliche Fassung​

Die vollständige Aufstellung — welche Felder personenbezogen sind, was Verschlüsselung daran ändern würde und was offen ist — steht in docs/PRIVACY.md. Sie ist als Vorarbeit für ein Verarbeitungsverzeichnis geschrieben und ersetzt keine Rechtsberatung.